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Abzocke kapitalbildende Lebensversicherung oder Rentenversicherung?"Natürlich! Kapitalbildende Versicherungen sind unglaublich teuer, schnell kosten allein die Abschlussgebühren mehrere tausend Euro. Kapitalbildende Lebensversicherungen sind renditeschwach. Zudem sind die Produkte unflexibel, bei vorzeitiger Kündigung drohen immer Verluste." Es gibt viele Vorurteile dieser Art gegen Versicherungen. Verbraucherschützer warnen seit Jahren davor, dass Versicherungen für die private Altersvorsorge grundsätzlich ungeeignet seien. Nachdem nun einige Lebensversicherer das unrentable Neugeschäft eingestellt haben, die Medien wiederholt kritisch berichteten und auch die Sparer inzwischen alle Nachteile zunehmend erkennen - ist die kapitalbildende Lebensversicherung nun dem langsamenTod geweiht. Das ist nicht weiter tragisch will man meinen. Sehe ich auch ähnlich, wäre nicht da der automatische Umkehrschluss auf grundsätzliche alle kapitalbildenden Versicherungsprodukte (auch Riester Policen) und die vielen unzulässigen Verallgemeinerungen. Im einem Forum habe ich gerade wieder einen Beitrag von einem User gelesen, der mit der Entwicklung seiner Kapitallebensversicherung deutlich unzufrieden ist. Der Vertrag lief von 1999 bis 2011 und brachte lediglich durchschnittlich rund 3,7 % Rendite. Diese Rendite ist allerdings auf Grund des Abschlusses vor 2005 noch vollkommen steuerfei. Im Thread pflichteten zunächst natürlich auch einige User dem Themenersteller bei und äußerten sich kritisch mit den gängigen Vorurteilen gegenüber den Lebensversicherungen. Allerdings hatte sich dann doch mal einer die Mühe gemacht nachzurechnen und diese Ergebnisse sind durchaus erstaunlich. So entwickelte sich beispielsweise der Deutsche Aktienindex DAX von 1999-2001 etwa 4867 Punkten auf heute rund 7057 Punkte. Das entspricht einer durchschnittlichen Rendite von 3,15 % p.a. - aber vor jeglichen Steuern. Bundeswertpapiere hätten in dieser Zeit erstaunlicherweise deutlich höhere Erträge vor Steuern generieren können, nämlich sage und schreibe rund 5 % p.a.. Bei einer Steuerlast von rund 45 % (persönliche Situation im Thread) wären von diesen 5 % Rendite nach Steuern aber auch nur noch 2,7 % Rendite übrig geblieben. Natürlich sind kapitalbildende Policen häufig teuer. Auch der Todesfallschutz ist effizienter über eine Risikolebensversicherung abzudecken, als über eine Kapitallebensversicherung. Ein pauschales Verdammen der Anlageform ist aber eben nicht immer hinreichend. Was heißt das Beispiel nun für Riester Rentenversicherungen?In erster Linie wollte ich mit der kleinen Geschichte darauf hinweisen, dass man sich gerade in Bezug auf das eigene Geld nicht gedankenlos von Meinungen und Vorurteilen anderer leiten lassen sollte. Ein wenig das eigene Hirn anzustrengen und selbst zu entscheiden wird in wenigen Fällen schaden.
So sind trotz fallender Garantieverzinsung und Abschlusskosten bei weitem nicht alle klassischen Riester Rentenversicherungen pauschal schlecht. Auch ist es sachlich falsch, dass die horrenden Kosten allein durch Abschlusskosten zu Stande kämen. Den effektiv größeren Teil machen bei Policen die laufenden Kosten und Verwaltungskosten allgemein aus. Die Rendite der Versicherer kann sich hingegen zumindest bei den guten Gesellschaften sehen lassen. So erzielten einige Versicherer auch in 2010 deutlich mehr als 4 und manche fast 5 % Rendite. Das ist mal eben weit mehr als das Doppelte dessen, was beispielsweise Tagesgeld an Zinsen in dieser Zeit gebracht hat. Wenn man also eine Riester Rentenversicherung abschließen möchte, ist das nicht pauschal schlecht. Man sollte sich aber sehr wohl Gedanken machen und einen guten und günstigen Versicherer heraussuchen, vorausgesetzt die individuelle Situation passt zum Produkt Riester Rentenversicherung. Einen Anhalt über empfehlenswerte Riester Rentenversicherungen bietet unsere Übersicht, alternativ kann man auch mit folgenden Kriterien auf die Suche gehen:
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