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| Montag, den 21. März 2011 um 09:52 Uhr |
Gesetzliche Renten steigen zum Juli um 1 %20 Millionen deutsche Rentner haben ab 1. Juli 2011 etwas mehr Geld in der Tasche. Zu diesem Datum werden die gesetzlichen Renten um rund 1 % (exakt 0,99 %) erhöht. Ein Rentner mit rund 1224 Euro Rentenanspruch bekommt demnach 12,12 Euro mehr. Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU) sprach von einem "spürbaren Plus." Da die Renten eigentlich an die Lohnentwicklung gekoppelt sind, hätte die Erhöhung deutlich höher ausfallen müssen. Die Löhne stiegen nämlich um 3,1 % (West) bzw. 2,55 % (Ost). Die Rentenerhöhung hätte also mit rund 2 % fast doppelt so hoch ausfallen müssen. Grund für den geringeren Anstieg sind die so genannten Nachholfaktoren. So sanken die Löhne 2009 auf Grund der Wirtschaftskrise, die Rentengarantie verhindert jedoch eine Kürzung der Renten in solchen Zeiten. Diese Kürzung entfällt damit jedoch nicht automatisch, sie wird nur aufgeschoben und jetzt nachgeholt. Zudem dämpft der so genannte Riester Faktor die Rentenentwicklung, der Riester Faktor wurde im Wahljahr 2009 allerdings ausgesetzt und jetzt ebenfalls nachgeholt. In Zukunft höhere Renten?Renten Experten äußerten, dass die Nachholfaktoren erst bis 2016 abgearbeitet werden können. Erst danach würden die gesetzlichen Renten wieder üppiger steigen können. Das darf in Anbetracht der demografischen Entwicklug allerdings bezweifelt werden. So müssen rechnerisch immer weniger Arbeitnehmer für immer mehr Rentner aufkommen, was sich ebenfalls dämpfend auf die Entwicklung der gesetzlichen Rente auswirkt. Eine Langfristprognose der Regierung besagt, dass der Eckrentner mit heute 1224 Euro in 2024 etwa 1583 Euro Rente bekommen würde. Das entspräche einem durchschnittlichen Anstieg um rund 2 % und darf ebenfalls stark bezweifelt werden. Als Eckrentner bezeichnet man übrigens einen Ruheständler nach 45 Jahren Erwerbstätigkeit mit Durchschnittsverdienst. Die Politik bewertet die jetzige Rentenerhöhung als Erfolg, da eigentlich von einer weiteren Nullrunde ausgegangen wurde. Es sei erfreulich, dass die Renten nun wieder steigen - äußerte bspw. Peter Weiß. Die Sozialverbände kritisieren allerdings, dass auf Grund der steigenden Inflation auch die jetzige Rentenerhöhung eine Minusrunde sei. Damit dürften Letztgenannte Recht behalten.
Der Chef der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, Peter Weiß, bewertete die aktuelle Rentenentwicklung positiv: "Noch im Rentenversicherungsbericht von vor zwei Jahren war für die Rentnerinnen und Rentner eine weitere Nullrunde prognostiziert worden - umso erfreulicher ist es, dass die Renten nun wieder steigen." Die Sozialverbände zeigten sich hingegen unzufrieden. VdK-Chefin Ulrike Mascher sagte: "Die geringe Renterhöhung entpuppt sich wegen der Inflation als Minusrunde." Private Altersvorsorge unumgänglichEs darf sehr wohl bezweifelt werden, dass die gesetzlichen Renten allein auf Grund der demografischen Entwicklung dauerhaft selbst mit lediglich moderaten Inflationsraten Schritt halten werden. Für den heutigen Durchschnittsverdiener mit Rentenbeginn in 20 Jahren bedeuted bereits ein Unterschied von 1 % zwischen Rentenerhöhung und Inflation eine Einbuße von rund effektiv rund 20 % weniger Rente bei Rentenbeginn. Private Altersvorsorge bleibt daher unvermeidlich. Die Riester Rente kann bei attraktiver Riester Förderung und der Auswahl des auf den eigenen Bedarf abgestimmten Riester Produkts ein interessanter Baustein privater Altersvorsorge sein. |



