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| Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 10:28 Uhr |
Private Altersvorsorge - Frauen liegen vornWie das renomierte Meinungsforscher Institut Forsa in einer Studie für die Fondsgesellschaft Union Investment nun heraus fand, liegen Frauen in Sachen Altersvorsorge klar vorn. Von wegen Vorurteile, dass Frauen Schuhe horten und kein Interesse für Finanzen zeigen - wie es zum beispielsweise auch die Werbung für das Shopping Portal Zalando suggeriert. Im Gegenteil, das Interesse der Männer am Thema private Altersvorsorge schwindet. So würden sich nur noch 69 % der befragten Männer mit dem Thema private Altersvorsorge auseinandersetzen wollen. Das ist laut Union Investment der niedrigste Umfragewert seit Start der Erhebungen im Jahr 2007. Bei den Frauen stieg der Umfragewert von 62 % zu Jahresbeginn auf immerhin 72 % an. Auch beim Thema staatlich geförderte Altersvorsorge geht der Punkt klar an die weiblichen Sparer. So hat laut Studie jede zweite Frau einen Riester Vertrag abgeschlossen, bei den Männern nur etwa jeder Dritte. Forsa Studie zur Altersvorsorge, Realität und GründeDie Entwicklung überrascht eigentlich nicht. Der Trend, dass Frauen die private Altersvorsorge zunehmend selbst in die Hand nehmen, ist seit Jahren erkennbar. Schließlich droht auch gerade Frauen - die im Schnitt noch immer weniger verdienen als Männer in gleichen Positionen - im Alter eine erhebliche Versorgungslücke. Im Gegenzug ist aber auch gerade im Bildungsbereich (seit Jahren) ein immer höherer Anteil an Frauen besser qualifiziert, als bei den Männern. Speziell in Bezug auf die Riester Rente ist das ebenfalls durchaus nachvollziehbar. So sind Frauen klar im Vorteil, wenn sie eine Riester Rente abschließen. Das liegt an den UniSex Tarifen. Bei einer ungeförderten privaten Rentenversicherung müssten Frauen zum Teil weit über 90 Jahre alt werden, um von der Police wirklich zu profitieren. Private Altersvorsorge für Frauen - ein besonders herausforderndes ThemaDie private Altersvorsorge für Frauen ist noch um einiges komplexer, als es bei den Männern der Fall ist. So müssen beispielsweise im Schnitt mehr Jahre fürs Studium (höherer Anteil Studierender), Jahre für die Kindererziehung und statistisch gesehen häufiger Berufswechsel und Gehaltsschwankungen mit einkalkuliert werden. Da die Studienjahre bspw. nicht mehr wie früher einfach für die gesetzliche Rentenversicherung anrechenbar sind, wurden speziell auch wieder die Frauen benachteiligt, die einen höheren Anteil an zukünftigen Akademikern stellen. Es überrascht dann auf den zweiten Blick doch ein wenig, dass Frauen gerade auf die Riester Rente setzen. Schließlich gilt Riester doch als unflexibel und durch viele Auflagen beschränkt. Das dem nicht so ist, haben wir bereits mehrfach auf Riester Rente Ratgeber dargestellt, wollen es auch an dieser Stelle noch einmal tun. Wählt Frau eine Riester Rente, so kann Sie jederzeit die Beiträge an ihre Lebenssituation anpassen. Wird kein oder nur geringes Einkommen generiert, kann auch mit 5 Euro im Monat Sockelbeitrag gespart werden. Will Frau mehr als die 2.100 Euro pro Jahr zurücklegen, kann Sie das ebenfalls mit der Riester Rente tun, in dem sie einfach überriestert. Das Thema Eigenheimfinanzierung ist bei Frauen jedoch prozentual gesehen nach wie vor weniger relevant, als bei den Männern. Etwas bedenklich ist, dass Frauen zunehmend auf die vermeintlich sichere Riester Rentenversicherung vertrauen. Hier verschenken gerade junge Frauen erhebliche Renditechancen, die sie gegen hohe und unnötige Kosten tauschen. Gerade junge Frauen hätten zum Beispiel mit einem Riester Fondssparplan deutlich bessere Renditechancen und bei Abschluss über einen Vermittler auch geringere Kosten als bei Riester Policen. Ein empfehlenswertes Produkt für junge Frauen ist und bleibt die DWS Riester Rente Premium mit Abschluss über einen Fondsvermittler und 5 Euro Trick. Fazit - Frauen führen in Bezug auf private AltersvorsorgeEs ist sehr zu begrüßen, dass gerade Frauen zunehmend auf private Altersvorsorge setzen. Die zu erwartenden Einkünfte im Alter sind beim weiblichen Geschlecht nach wie vor niedriger als bei Männern. Ein Streitpunkt ergibt sich nur beim Riester für Geringverdiener, hier gibt es unterschiedliche Ansichten. |



