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Montag, den 08. August 2011 um 09:15 Uhr

Riester Sparer haben endlich den Durchblick

Basierend auf den Erhebungen der Stiftung Warentest zu den Jahresmitteilungen bei Riester Verträgen verkündet die Financial Times: "Riester Sparer blicken endlich durch ..." So seien die jährlichen Mitteilungen der Anbieter laut Stiftung Warentest deutlich besser geworden.

Immerhin zwei der getesteten Anbieter bekamen die Note sehr gut, weitere sieben Anbieter wurden mit gut bewertet. Mangelhaft wurden lediglich zwei Anbieter bewertet, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Test vor drei Jahren.

Stiftung Warentest betonte die Wichtigkeit der so genannten Standmitteilung vor allem mit Verweis auf die Rückforderung von Zulagen durch den Bund vor einigen Monaten. "Die jährliche Mitteilung hilft, solchen Ärger zu vermeiden", resümieren die Verbraucherschützer.

Bestnoten erhielten die Volksbanken Grohnau Ahaus und Krefeld für ihre Riester Banksparpläne. Gut bewertet wurde die Riester Rente Garant der Hannoversche Leben, die Riester Fondssparpläne von DWS und Union Investment, die Mainzer Volksbank sowie die drei Anbieter von Riester Bausparverträgen.

Schlusslicht in Bezug auf Transparenz und Verständlichkeit der Jahresmitteilung bildeten im Test die Versicherungskammer Bayern und die Heidelberger Leben. Deren Produkte sind wiederum fondsgebundene Riester Rentenversicherung, einer Produktgruppe, der Riester Rente Ratgeber grundsätzlich kritisch gegenüber steht. Die bestbewertete Fondspolice kam immerhin auf ein befriedigend.

Besonders hervorgehoben wurde die DWS, welche die Produkte DWS Riester Rente Premium und DWS Top Rente anbietet. Die DWS konnte sich binnen der letzten 3 Jahre von "ausreichend" auf "gut" verbessern.

Die Stiftung Warentest empfiehlt den Sparen insbesondere folgende Angaben zu beachten:

  • Das durch die bisherigen Einzahlungen bereits erreichte garantierte Kapital
  • Die sich daraus ergebende Höhe der Rente, die sich daraus ergibt

Verpflichtendes, genormtes Infoblatt wohl ab 2013

Die Jahresmitteilung war zuletzt auch Teil der Reformpläne der Regierung für die Riester Rente. Ein Diskussionsentwurf für eine eventuelle Gesetzesänderung wurde bereits vorgelegt.

 

Financial Times führt dazu aus: "Demnach soll die Standmitteilung auch die bisher erwirtschaftete jährliche Rendite angeben - nach Abzug der effektiven Kosten für Abschluss, Verwaltung und Garantien.

Außerdem sollen die bereits erfolgten Abschläge wegen Garantieleistungen explizit ausgewiesen werden. Hintergrund: Riester-Sparern sind zum Zeitpunkt des Rentenbeginns mindestens die eingezahlten Beiträge garantiert. Das drückt die mögliche Rendite der Anlage."

Der wesentliche Punkt der Reformpläne ist jedoch die Schaffung eines verpflichtendenden Produktinformationsblatts für alle Anbieter von Riester Verträgen. Dieses soll dem Verbraucher kurz, knapp und übersichtlich die wichtigsten Kennzahlen nennen und somit einen Vergleich von Riester Produkten auch für weniger versierte Sparer ermöglichen.

Die Gesetzesänderung soll bis Ende diesen Jahres beschlossen werden und ab 2013 gelten.

Quelle:

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:portfolio-riester-sparer-blicken-endlich-durch/60081764.html?page=2

 

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