Private Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige und Freiberufler, die nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen, müssen und dürfen sich um ihre Private Altersvorsorge ausschließlich in Eigenregie kümmern. Das eröffnet natürlich interessante Möglichkeiten und kann deutlich effektiver sein, als die umlagenfinanzierte gesetzliche Rentenversicherung.

Allerdings haben Selbstständige und Freiberufler drei wesentliche Probleme beim Aufbau einer privaten Altersvorsorge:

  • Sie erhalten unmittelbar keine Riester Förderung und bspw. auch keine AVWL, VWL
  • Ohne gesetzliche Rente ist das Langlebigkeitsrisiko nicht abgesichert
  • hohe Altersvorsorgeaufwendungen, da keine Beiträge zur GRV
 

Vermögensaufbau oder Altersvorsorge für Selbstständige

Bei Selbstständigen gibt es aber noch eine Vielzahl anderer Dinge, die eben etwas anders oder auch spezieller sind, als das beim durchschnittlichen Arbeitnehmer der Fall ist. So steckt oftmals ein großer Teil des eigenen Vermögens im Unternehmen. Erträge fallen häufig nicht gleichmäßig aus, sowohl beim Vermögensaufbau als auch bei der Altersvorsorge. Dann gibt es natürlich auch den typischen Existenzgründer, der gerade in den ersten Jahren häufig wenig finanzielle Kapazitäten für eine private Altersvorsorge aufbringen kann.

Ein häufig zu beobachtende Reaktion ist dann der Verzicht auf den Aufbau einer privaten Altersvorsorge, zu Gunsten allgemeinem Vermögensaufbaus. Das muss nicht unbedingt die schlechteste Lösung sein. Hat aber einige wesentliche Nachteile.

Leicht verfügbares Geld ist in der Regel schnell ausgegeben und finanzielle Durststrecken kennt wohl fast jeder Selbstständiige. Zudem ist angespartes Vermögen - so es denn im Rahmen eines Auszahlplans aufgezehrt wird - einfach irgendwann aufgebraucht. Man spricht vom sogenannten Langlebigkeitsrisiko, welches nach eigener Aussage nur die Versicherer selbst absichern können. Ganz so falsch ist die Behauptung aber gar nicht.

 

Staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige?

Freiberufler und Selbstständige können (wenn Sie nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung verpflichtet sind) in der Regel die Riester Förderung nicht unmittelbar in Anspruch nehmen. Vielleicht aber mittelbar durch den Ehepartner? Auf diese Art sind auch reine Zulagenverträge möglich.

Anstelle der Riester-Rente hat der Gesetzgeber die Basisrente (auch Rürup Rente genannt) vorgesehen. Bei der Basisrente findet ausschließlich eine steuerliche Förderung statt, Zulagen wie bei der Riester Rente gibt es als solche nicht. Dafür können bis zu 20.000 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Das wesentliche Problem der Basisrente ist aber die sehr geringe Flexibilität, die Problematk hinsichtlich der Vererbbarkeit und Übertragbarkeit und die Rentabilität der Förderung für jüngere Sparer. Allgemein empfiehlt sich die Rürup Rente nur für jene, die in näherer Zeit in den Ruhestand gehen werden. Das liegt an der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge, gegenüber der Besteuerung der Auszahlung. Für jüngere Unternehmer ist lediglich ein der Rürup Fondssparplan DWS Basisrente Premium überlegenswert. Das Produkt bietet über die Anforderungen an Basisrentenverträge hinausgehende, komfortable Regelungen für den Sparer.

 

Steuerlich begünstigte Altersvorsorge für Selbstständige

Auch wenn die staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler nur bedingt funktioniert, so bleibt doch die Überlegung einer steuerlich begünstigten Altersvorsorge. Möglichkeiten der steuerlich Begünstigten Geldanlage gibt es grundsätzlich viele, Geschlosse Fonds und Beteiligungen zum Beispiel.

Für die Altersvorsorge sind allerdings auf Grund des zum Teil sehr hohen Risikos die Wenigsten geeignet. Zudem ist eben anzuraten, das Langlebigkeitsrisiko in Form einer lebenslangen Leibrente abzufedern.

Mit einem kleinen Trick sichern Sie sich die steuerlichen Vorzüge der Kapitalversicherungen, ohne deren wichtigste Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Kapitalversicherungen wie beispielsweise die Private Rentenversicherung und die Kapitallebensversicherung werden steuerlich begünstigt, wenn die Auszahlung nicht vor dem 60. Geburtstag stattfindet und der Vertrag wenigstens 12 Jahre bestand. Dann gilt für die Policen die Besteuerung der Erträge zu 50 % bei Einmalauszahlung und ertragsanteiliger Besteuerung (nach Eintrittsalter) bei Verrentung.

Anstelle aber die recht teuren und zum Teil renditetechnisch wenig attraktiven Policen nehmen zu müssen, können Sie auch ganz einfach ungefördert Riestern ...

Gerade für jüngere Selbstständige ist ein ungeförderter Riester Fondssparplan eine interessante Möglichkeit ansehnliche Renditen abgeltungssteuerfrei zu erzielen. Zudem gibt es nahezu keine Police die auch nur annähernd so flexibel zu handhaben ist, wie beispielsweise die DWS Riester Rente Premium als ungeförderter Riester Fondssparplan.

 

Versicherungen als Altersvorsorge für Selbstständige

Selbstständige und Freiberufler greifen oft auf die private Rentenversicherung oder eine Kapitallebensversicherung zurück, um für das Alter vorzusorgen. Doch wie sinnvoll ist das? Versicherungen gibt es grundsätzlich nicht umsonst, im Gegenteil - kapitalbildende Versicherungen führen zu hohen Abschluss- und Verwaltungsgebühren. Allein die hohen Kosten und vor allem deren Verteilung in die ersten Jahre der Ansparphase fressen die Rendite oft vollständig auf.

Andererseits sind die klassische private Rentenversicherung und die klassische Kapitallebensversicherung nahezu die einzigen Produkte mit garantierter Rentenzusage. Diese wiederum setzt sich aus über die Laufzeit angespartem Guthaben abzüglich sämtlicher Kosten und anschließender Verzinsung mit dem Garantiezinssatz zusammen. Das macht die Produkte zwar nicht grundsätzlich besser, aber durchaus planbar. Zudem sind bei monatlicher Leibrente eben die Probleme mit dem Langlebigkeitsrisiko gelöst.

Diese Variante empfiehlt sich aber nur in einem Alter zwischen etwa 40 und 50 Jahren. Bei älteren Sparern reicht die Zeit nicht mehr, um die Kosten durch Renditen wieder hereinzuholen. Jüngere sollten eher zur Variante ungeförderter Riester Fondssparplan greifen, die ist kostengünstiger und bietet für längere Laufzeit deutlich bessere Renditeaussichten.

Für Jene, die am oberen Ende der 40ziger angekommen sind, gestaltet sich die Produktsuche ein wenig schwieriger. Wenn man in diesem Alter nicht auf Fonds verzichten will, sollte man sich die DWS TopRente Balance einmal genauer anschauen.