Riester-Rente Private Altersvorsorge

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Private Altersvorsorge - Jetzt an Später denken!

Private Altersvorsorge
Private Altersvorsorge

Wer sich aus dem Erwerbsleben in den Ruhestand zurückzieht, muss sich auch mit der Tatsache beschäftigen, dass im Alter weniger Geld zur Verfügung steht. Gerade junge Arbeitnehmer müssen bei Renteneintritt ab 2040 mit starken Einbußen im gesetzlichen Rentensystem rechnen.

Wer es versäumt rechtzeitig Geld für den Ruhestand beiseite zu legen, wird seinen Lebensstandard im Alter nicht halten können. Die Differenz zwischen Einkommen im Erwerbsleben und den Leistungen des gesetzlichen Rentensystems wird Altersvorsorge Lücke oder auch Rentenlücke genannt.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge, genaugenommen sogar so viele, dass sich viele Anleger bei der Auswahl schlichtweg überfordert fühlen. Sie greifen auf jene Varianten zurück, die Sie für vertrauenswürdig halten. Das wiederum führt dazu, dass die verbreitetste Form der privaten Altersvorsorge eine teure Kapitallebensversicherung, beziehungsweise private Rentenversicherung ist.

Private Altersvorsorge ist jedoch nicht mit einem Produkt getan. Sie sollte durchdacht, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt, jederzeit flexibel und natürlich renditestark sein. Maßgeblich ist daher natürlich auch erst einmal die Frage, wer möchte eigentlich fürs Alter vorsorgen?

Gerade für Frauen und Selbstständige (und Freiberufler) gelten besondere Spielregeln in Bezug auf die private Altersvorsorge. Für Berufseinsteiger ist vor allem der sehr lange Zeitraum bis zur Rente ein wichtiges Kriterium.

 

Die Altersvorsorge ist kein Risiko zu versicherndes Risiko

Die am häufigsten gewählte Form der privaten Altersvorsorge sind Versicherungsprodukte. Eine Versicherung funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Eine Gemeinschaft sichert sich gegen die Zahlung einer Versicherungsprämie gegen ein Risiko ab, welches zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten kann.

Jene, bei denen der abgesicherte Fall eintritt, profitieren von den Versicherungsprämien der Gemeinschaft. Andere zahlen jedoch ein Leben lang, ohne jemals Leistungen von der Versicherung zu erhalten. In der Regel wünscht ein Versicherter das Eintreten des Risikos auch gar nicht. Oder hätten Sie gern einen Unfall oder den Tod?

Genauso einfach lässt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Versicherung für die Altersvorsorge beantworten. Jeder Mensch wird normalerweise irgendwann ein Alter erreichen, in dem er nicht mehr arbeiten kann. Die Rente ist keine Risiko sondern ein planbarer Bestandteil  unseres Lebens. Warum also unnötige Versicherungsprämien zahlen, um ein Risko abzusichern, welches gar kein Risiko ist?

Versicherungsgesellschaften lassen sich ihre Dienste zum Teil fürstlich vergüten. Eine kapitalbildende Versicherung zur Altersvorsorge kostet Sie schnell zwischen 6% und 15 % Ihrer Vertragssumme.

 

Altersvorsorge kostet kein Vermögen

Wenn Sie sich auf die wesentlichen Erfordernisse Ihrer privaten Altersvorsorge konzentrieren, können Sie bereits mit kleinen monatlichen Aufwendungen viel erreichen. Wichtig ist einzig und allein, dass Sie Geld für Ihren Ruhestand zurücklegen. Das allerdings lieber "gestern als morgen".

So viel wird aus monatlich 50 Euro:

Jahre bis Rentenbeginn 4 % Rendite p.a 5 % Rendite p.a 6 % Rendite p.a 7 % Rendite p.a
40 Jahre 58.243 Euro 74.428 Euro 95.848 Euro
124.276 Euro
35 Jahre 45.143 Euro
55.649 Euro
69.015 Euro
86.055 Euro
30 Jahre 34.376 Euro
40.935 Euro
48.963 Euro
58.803 Euro
25 Jahre 25.526 Euro
29.406 Euro
33.979 Euro
39.373 Euro
20 Jahre 18.252 Euro
20.373 Euro
22.782 Euro
25.520 Euro
15 Jahre 12.273 Euro
13.295 Euro
14.415 Euro
15.643 Euro

 

Dank Zinseszins ist also weniger die Höhe der monatlichen Beiträge wichtig, als der Zeitraum bis zum Rentenbeginn und natürlich die Rendite des Altersvorsorge Produkts. Bedauerlicherweise steht in jungen Jahren oftmals nur wenig Geld zur Verfügung. Im Alter ist es in der Regel leichter Ersparnisse zu bilden, allerdings fällt dann der Zinseszinseffekt aus. Je später man mit der eigenen Altersvorsorge beginnt, desto höhere monatliche Aufwendungen muss man aufbringen.

Genau diese Problematik greift die staatlich geförderte Altersvorsorge auf. Sie ermöglicht auch jenen ein kleines Vermögen aufzubauen, die selbst nur über wenige Möglichkeiten zur Rücklagenbildung verfügen.

 

Staatliche Förderung erleichtert private Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge wird seit 2002 im Rahmen der Riester-Rente und der Rürup-Rente staatlich gefördert. Während das Rürup Konzept noch immer in der Krise steckt, wurde die Riester Rente spätestens seit der Modifizierung des Modells in 2005 für eine breite Schicht von Anlegern attraktiv.

Die Riester Rente ist die erste Wahl, wenn es um die Ergänzung der gesetzlichen Rente geht. Vergleicht man sie mit den Altersvorsorgeprodukten der Versicherer, lohnt sich die Riester Rente nahezu für jeden. Eine wesentliche Ausnahme gibt es jedoch. Die Riester Rente wird in der Rentenphase auf die gesetzliche Grundsicherung angerechnet. Wenn Sie also heute bereits wissen, dass Ihre Rentenzahlungen im Alter unter der gesetzlichen Grundsicherung liegen, sollten Sie an dieser Stelle aufhören zu lesen. Die Riester Rente wäre in diesem Fall keine gute Entscheidung.

 

Erst an Heute und Morgen, dann an übermorgen denken

Gerade jüngere Menschen neigen zu extremen Entscheidungen. Entweder sie schieben die Altersvorsorge unnötig lange vor sicher her, oder sie wollen den Wohlstand im Alter mit brachialer Gewalt erzwingen. Schuld daran sind sicherlich auch die Medien, sowie nach wie vor mangelhafte Lehrinhalte an den Schulen und etwas ganz Natürliches: Zukunftsangst!

Private Altersvorsorge sollte jedoch stets mit dem allgemeinen Begriff Vorsorge einhergehen. Das wichtigste Gut eines jungen Menschen ist seine Arbeitskraft. Diese sollte, beispielsweise durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung, als Erstes abgesichert werden. Im zweiten Schritt sollten die wesentlichen Vermögensrisiken ausgeschlossen werden, sprich Private Haftpflichtversicherung und eventuell Hausratversicherung (wenn eine Wohnung besteht).

Erst wenn diese grundlegenden Risiken abgesichert sind, sollte mit der privaten Altersvorsorge begonnen werden.

 


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