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Die grüne Riester RentenversicherungÖkologisch lässt sich natürlich auch mit eine Riester Rentenversicherung fürs Alter vorsorgen. Das bekannteste Angebot stammt von Oecco Capital. Das Unternehmen bewirbt sich selbst mit dem Slogan: "Der erste ökologische Lebensversicherer" Die grüne Riester Rentenversicherung von oecco capital gibt es in zwei Tarifen:
Während erste Variante im Prinzip eine einfache klassische Rentenversicherung nach ökologischen Gesichtspunkten ist, kombiniert die zweite Variante Altersvorsorge und die Absicherung der Pflegebedürftigkeit im Alter. Das diese zusätzliche Absicherung auch zusätzliche Versicherungsprämien kostet dürfte klar sein. Von derartigen Kombinationen hat Riester Rente Ratgeber schon mehrfach abgeraten. Die der Anlagestrategie zu Grund gelegten Leitlinien lassen sich hier einsehen. Alternativ zur oeco capital kann auch eine Riester Rentenversicherung beim Verein für alternative Versorgungskonzepte e.V. (VAV) abgeschlossen werden. Die grüne Rentenversicherung des VAV gibt es ebenfalls in zwei Varianten
Die Abwicklung, Darstellung der Garantie etc. übernimmt in beiden Fällen ein Versicherer. Das Anlegergeld selbst wird wiederum nach Vorgaben des VAV investiert. Der Tarif "transparente" investiert Gelder in den ethisch ökologischen Dachfonds Gerling Responsibility, in Direktbeteiligungen an Fotovoltaikanlagen und rund die Hälfte der Gelder fließt als Kredite in soziale oder ökologische Projekte in Deutschland. Der Tarif "transparente T35" investiert in zwei Solarkraftwerke in Leipzig und Helmstedt, ein anderer Teil der Anlegergelder fließt in Form von Krediten in ökologische und soziale Projekte in Deutschland. Kritik an der ökologischen Riesten RentenversicherungEs gibt aus Anlegersicht zahlreiche Kritikpunkte. Genau wie jede andere Versicherungslösung ist auch die klassische Riester Rentenversicherung mit fokus auf nachhaltigkeit und ökologische Aspekte für den Anleger ein teurer Spaß. Da hohe Abschlusskosten und Verwaltungsgebühren den Anleger automatisch Renditen kosten, sind diese Produkte zur Altersvorsorge nicht zu empfehlen. So kam beispielsweise die oeco capital beim Fachmagazin Finanztest im Jahr 2009 über ein "befriedigend" nicht hinaus. Bemängelt wurden neben den Kosten auch der Anlageerfolg und vor allem die mangelhafte Transparenz des Produkts. Diesem Urteil gab oeco capital im Jahr 2010 praktisch automatisch recht, in dem eine erneute Beteiligung am Test einfach verweigert wurde. Ebenfalls nur "befriedigend" stufte Finanztest im Jahr 2010 den Tarif "transparente" des VAV ein. Grundsätzlich klingen die Ansätze zwar lobenswert, aber ob man darauf seine Altersvorsorge bauen sollte ist doch mehr als fraglich. Eine zielgerichtete Geldspende dürfte ähnlich wirkungsvoll sein, bei weit überschaubareren Risiken. Zudem ist nicht alles Gold was glänzt. Werden beispielsweise Gelder in Fotovoltaikanlagen investiert, ist nicht pauschal auszuschließen, dass es sich beispielsweise um chinesische Module handelt. Ob diese dann immer gemessen an unserem Stand nachhaltig produziert werden, bleibt mehr als fraglich. Fazit und AlternativenZwar bieten Riester Rentenversicherungen einen Garantiezinssatz (von derzeit maximal 2,25 %). Dieser gilt jedoch nur auf Beiträge und Zulagen abzüglich der Kosten. Vor allem die Kosten und der zweifelhafte Anlageerfolg der oben genannten Produkte sind jedoch ein Problem. Die aus unserer Sicht bessere Wahl sind daher wahlweise ein grüner Riester Banksparplan wie die VR Rente Plus der Ethikbank (viel geringere Kosten) oder eine grüne Riester Fondspolice wie die Fondsgebundene Riester Rente von Cosmosdirekt (deutlich bessere Renditeerwartung). |



