Grundzulage – Ein Teil der Altersvorsorgezulage

Beiträge zur staatlich geförderten Altersvorsorge (Riester Rente) werden durch die Altersvorsorgezulage und je nach Fördersituation auch steuerlich gefördert.

Die Altersvorsorgezulage setzt sich aus der Grundzulage und der Kinderzulage zusammen.

Die Grundzulage (von 154 Euro seit 2008) erhält jeder förderberechtigte Riester Sparer, der den Mindesteigenbetrag in seine Riester Rente einzahlt. Der Mindesteigenbeitrag berechnet sich auf Basis des sozialversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr (Bruttoeinkommen).

Mindesteigenbeitrag berechnen

  • Vorjahresbrutto / 100 * 4 – Zulagenanspruch = Mindesteigenbeitrag
  • bspw. 30.000 Euro / 100 * 4 – 154 Euro Grundzulage = 1.046 Euro

Wenn der Mindesteigenbeitrag negativ ist

Bei geringem Einkommen, beispielsweise einem 400 oder 450 Euro Job, kann der Mindesteigenbeitrag sehr gering oder sogar rechnerisch negativ sein.

  • bspw. 4800 Euro / 100 * 4 – 154 Euro = 38 Euro Mindesteigenbeitrag

In diesen Fällen greift der sogenannte Sockelbeitrag. Der Sockelbeitrag beträgt jährlich 60 Euro. Sie müssen in jedem Fall also wenigstens 5 Euro pro Monat in Ihre Riester Rente einzahlen, um in diesen Fällen den vollen Anspruch auf die Grundzulage geltend machen zu können.

Grundzulage beantragen

Die Grundzulage beantragen Sie genau wie die Kinderzulage bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvorsorgevermögen. In der Praxis wird dafür ein Dauerzulagenantrag ausgefüllt, der Ihnen von Ihrem Anbieter zur Verfügung gestellt wird. Dadurch werden Ihre Zulagen zunächst jedes Jahr automatisch beantragt.

Änderungen in Bezug auf die Fördersituation müssen jedoch angemeldet werden (bspw. Kinder). Ein neuer Dauerzulagenantrag ist dann erforderlich.

Sonderregelungen gelten für beispielsweise Beamte und Soldaten. Diese Personengruppe muss bei Ihrer Besoldungsstelle ein zusätzliches Formular ausfüllen, dass die automatische Übermittlung des rentenversicherungspflichtigen Einkommens seitens der Besoldungsstelle zur Zentralen Zulagenstelle für Altersvorsorgevermögen erlaubt.

Grundzulage und mittelbare Förderberechtigung

Nicht jeder Riester Sparer ist unmittelbar förderberechtigt. Wenn Sie verheiratet und nicht förderberechtigt sind, können Sie jedoch mittelbar förderberechtigt sein. Das gilt beispielsweise für verheiratete Selbstständige, Freiberufler oder Hausfrauen, deren Eheparter riesterförderberechtigt ist.

Als mittelbar Förderberechtigter müssen Sie für den Erhalt der vollen Grundzulage wenigstens 60 Euro pro Jahr in Ihren Riester Vertrag einzahlen. Allerdings gibt es den vollen Zulagenanspruch nur dann, wenn der unmittelbar förderberechtigte Ehepartner selbst den vollen Mindesteigenbeitrag eingezahlt hat.

Für mittelbar förderberechtigte Ehepartner gibt es aber keinen eigenen Sonderausgabenabzug. Somit ist Riestern für mittelbar Förderberechtigte über den Sockelbeitrag hinaus unattraktiv.