Altersvorsorge Lücke berechnenDie gesetzliche Rente wird nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Diese Tatsache ist den meisten Bundesbürgern inzwischen zur traurigen Gewissheit geworden. Einbußen, die bei Renteneintritt entstehen, werden als Rentenlücke bezeichnet. Auch wenn man grundsätzlich von einem geringerem Finanzbedarf im Alter ausgehen kann, etwa 80 % des letzten Nettogehalts sollten im Ruhestand zur Verfügung stehen. Die Differenz zwischen diesen 80 % und dem realen Einkommen im Alter ergibt die so genannte Altersvorsorge Lücke. Dieses Schlagwort ist inzwischen zu einem der Hauptverkaufsargumente der gesamten Finanzbranche geworden. Zum Teil rechnen Versicherungsberater atemberaubende Altersvorsorge Lücken aus. Es verwundert daher nicht, dass viele frustrierte Sparer ihre Altersvorsorge Lücke als unvermeidbar abtun. Wenn Sie Ihre Rentenlücke realistisch berechnen und frühzeitig Maßnahmen ergreifen, können Sie diese bereits mit geringen Aufwendungen stark verringern, eventuell sogar vollständig schließen. Für die nachfolgende Betrachtung ist vor allem Ihr Alter und Ihr zu erwartendes Renteneintrittsalter maßgeblich. Grundsätzlich gilt, je jünger der Sparer, desto größer wird seine Altersvorsorge Lücke ausfallen. Begründet ist das im gesetzlichen Rentensystem. Sö müssen die Geburtenjahrgänge ab 1973 Ihre gesetzliche Rente ab 2040 zu 100 % versteuern. Im Gegenzug können diese Jahrgänge ihre Beiträge aber erst ab 2025 zu 100 % steuerfrei einzahlen. Des Weiteren sind die Inflation und die Steigerung der Netto Löhne und Netto Renten wichtige Komponenten zur realistischen Berechnung der eigenen Rentenlücke. Verheiratete Alleinverdiener profitieren im Erwerbsleben zudem von der günstigeren Besteuerung. Sie müssen daher im Rentenalter mit zusätzlichen Einbußen von rund 20 % rechnen. An einem Beispiel verdeutlicht: Ein Arbeitnehmer Jahrgang 1975, mit einem derzeitigen Bruttoeinkommen von 3500 Euro und Renteneintritt 2042, muss mit eine Rentenlücke von etwa 1000 Euro rechnen. Legt man eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,5 % zu Grunde, entspräche dieser Betrag einer heutigen Kaufkraft von knapp 600 Euro. Ein Bruttolohn von 3.500 Euro entspricht in Steuerklasse I etwa einem Netto von 2.000 Euro. Die Altersvorsorge Lücke von 600 Euro entspricht etwa 30 % des heutigen Nettolohns. Diese gilt es durch private Altersvorsorge zu decken, um den Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten zu können. Kann die Riester-Rente die Altersvorsorge Lücke schließen?Leider nicht. Auch wenn es die aggressive Werbung der Anbieter glauben machen will, die Riester Rente ist nicht geeignet um Ihre Altersvorsorge Lücke vollständig zu schließen. Man muss jedoch bedenken, dass dieses auch gar nicht die Aufgabe des Produkts ist. Die Riester Rente wurde 2002 eingeführt, um die Kürzung der gesetzlichen Rente von 70 auf 67 % aufzufangen. Die Riester Rente kann jedoch einen erheblichen Beitrag leisten um Ihre Altersvorsorge Lücke zu verringern. Die Riester Rente ist jedoch die erste Wahl, um die gesetzliche Rente zu ergänzen. Nehmen wir an, der Arbeitnehmer aus dem oben genannten Beispiel zahlt ab 2008 immer 4 % seines Vorjahresbruttoeinkommens in eine Riester Rente ein. Die durchschnittliche Rendite der Riester Rente setzen wir ebenfalls mit realistischen 4 % an. Bei Rentenbeginn ständen dann 718 Euro Brutto zur Verfügung. Unter Umständen würde ein Versicherungsberater hier aufhören zu rechnen, da die benötigten 600 Euro zunächst erreicht zu sein scheinnen. Das allerdings wäre ein fataler Fehler. Denn auch die 718 Euro müssen inflationsbereinigt gerechnet werden. Nach heutiger Kaufkraft entsprächen diese 426 Euro, legt man wiederum eine Inflationsrate von 1,5 % zu Grunde. Würde der Arbeitnehmer in unserem Beispiel ab 2008 den maximal förderungsberechtigten Betrag von 2.100 Euro pro Jahr einbezahlen, könnte erinflationsbereinigt immerhin 500 Euro monatliche Rente erzielen. Die Riester Rente kann also einen maßgeblichen Beitrag leisten, um Ihre Altersvorsorge Lücke zu schließen. Doch nur unter Annahme von unrealistisch hoch kalkulierten Renditen könnte Sie die private Altersvorsorge ersetzen. Junge Sparer haben in Bezug auf die Rendite jedoch einen erheblichen Vorteil. Sie können auf einen Riester Fondssparplan, zum Beispiel die DWS TopRente, setzen und dadurch zusätzliche Renditechancen nutzen. |

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